Ostern 2020

 

In diesem Jahr feiern wir Ostern in einer denkwürdigen Zeit.

Also ganz besondere Ostern, die man nie wieder vergessen wird.

So oder so. Denn die begleitenden Umstände bleiben zwar hoffentlich eine Ausnahme, sind jedoch in der Sache und im Ablauf extrem passend zu Ostern.

 

Das große Fasten der Weltwirtschaft und das Infragestellen der Lebensgewohnheiten, das Entdecken der Hilfsbereitschaft, des sich umeinander Kümmerns und einer grundlegenden Dankbarkeit, und die Wertschätzung all der Dinge und Menschen, die still im Hintergrund unsere Lebenskultur am Laufen halten, erinnert mich sehr an die vorösterliche Fastenzeit, die dann in den Karfreitag einmündet. Am Karfreitag wird das "stirb und werde" als Höhepunkt eingeleitet, was jeder spirituelle Mensch kennt, der dem Tod seines Egos mehrfach begegnen durfte im Laufe seines Lebens. Das passiert, wenn man auf liebgewordene, aber schädliche Gewohnheiten verzichtet oder gewohnte begrenzte Denkweisen im Vertrauen auf eine höhere Wahrheit ruhen lässt und bereit ist, umdenken zu lernen. Das kann man in jedem Jahr zelebrieren zu Ostern, oder, wie wir es gerade erleben, als Kollektiv, mehr oder weniger freiwillig.

 

Nun steht demnach die Auferstehung bevor. Also müsste es jetzt global wieder aufwärtsgehen mit der Gesundung (schrittweise und langsam), wenn sich Ostern energetisch weiterhin so greifbar manifestiert, wie wir es gerade erleben.

 

Früher haben mir diese Feiertage nicht viel bedeutet, außer dass es Geschenke gab. Durch meine spirituelle Lebensweise erkannte ich den Sinn hinter diesen Feiertagen durch mein eigenes Erleben zunehmend besser und begriff, dass es keine rein religiösen Feiertage waren, sondern zutiefst spirituelle und nicht-konfessionell gebundene. Diese kann man gut für sich nutzen, um Halt zu finden in der spirituellen Entwicklung und besonders in schwierigen Zeiten.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen eine besonders wirksame Osterzeit mit einem anschließenden Aufbruch in ein neues Leben!

Manuela Schindler