Aufbau Beginenhof Nordhastedt

Arbeiten und Fortschritte, Planungen und Stand der Dinge

 

"Gehe mutig von Augenblick zu Augenblick

auf dem Weg, auf den Gott dich gestellt hat,

um zu ihm zu gelangen."

Louise de Marillac

 

 

Stand 10. Oktober 2019

"Man soll sagen: Ich bin gespannt, was Gott noch mit mir vorhat." Selma Lagerlöf

Es rumpelt, kracht, dröhnt und schrillt wieder bei uns. Ein so lautes Jahr hatten wir noch nie. Erstaunlicherweise gewöhnt man sich wirklich daran. Unglaublich. Nach 14 Jahren heftigem Lärmtrainings in Wedel (für mich, Manuela) ist das ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Seelenruhig konnte ich konzentriert arbeiten, während direkt vor meinem Bürofenster dieses Inferno ausbrach. Wie es aussieht, ist das Glasfaserkabel bald verlegt, einen Anschluss direkt am Haus haben wir seit heute auch schon. Nun denn, wieder ein Häkchen auf einer Liste der lauten, staubigen und wühligen Verbesserungsarbeiten bei uns. Blickt man in unsere Chronik weiß man, was ich meine...

 

Stand 7. Oktober 2019

"Wer hoffnungsvoll ausstreut, in Liebe pflegt, wird dankbar ernten." Jeanette Holdinghausen

Wir haben eine arbeitsreiche Woche hinter uns! Uta-Maria Freckmann war wieder eine Weile zuhause im Beginenhof und kümmerte sich hingebungsvoll um den weiteren Aufbau des Gartens. Unglaublich viele Gräser, Stauden und Ableger hat sie mitgebracht, und noch viel mehr. Wir sind gespannt, wie es im kommenden Frühling und vor allem im Sommer aussehen wird. Auf jeden Fall sind wir jetzt schon beeindruckt!

Danke, liebe Uta!

Auch sonst war die Woche sehr ergiebig, denn unsere intensiven Arbeits -Treffen brachten neue Strukturen und konkrete Pläne hervor, wie wir in Zukunft öffentlich auftreten und was wir entwickeln wollen. Voller Freude feierten wir am Ende unserer Arbeitswoche, das war gestern, Erntedank und würdigten unsere neuen Chancen, unser neuer Umfeld und die vielen Früchte unserer zugegebenermaßen "harten" Arbeit der vergangenen Monate. Die Verankerung unseres "Friedenspfahls" krönte und beendete unser Treffen. (Auf dem 3. Bild Uta-Maria Freckmann links, in der Mitte Martina Struckhoff mit unserem Klosterhund Elliot, und rechts Heidemarie Meidlein.)

 

Stand 16.9.2019

Wir sind fertig!

Kaum zu glauben, aber wahr. Wir hatten noch eine Menge Schwierigkeiten zu stemmen, denn die Hoffnung, dass Flur und Büro schnell wieder normal aussehen, erfüllte sich nicht. Stattdessen erlebten wir eine böse Blockade, denn die Handwerker hatten uns einfach im Stich gelassen. Auch auf Nachfragen wurde nur sehr schleppend reagiert und alles weiter und weiter hinausgezögert. All unser Bitten und Drängen, die Arbeiten doch bitte abzuschließen, wurden am Ende schlichtweg ignoriert, sodass wir um unser geplantes Mitgliedertreffen mit 25-jähriger Jubiläumsfeier von Phoenix-Netzwerk Anfang August fürchten mussten. Doch dann schickte uns der Himmel einen Freund der Familie, der kraftvoll eingriff und die Arbeiten in Eigenleistung zum Abschluss brachte. Gerade noch rechtzeitig, es war wirklich sehr knapp!

Inzwischen nun sind alle Räume eingerichtet, auch die Bibliothek ist fertig, sodass wir jetzt einen schönen Zusatzraum haben, in welchem man gemütlich lesen, frühstücken oder sich ausruhen kann. Der Garten ist zwar noch in Arbeit, aber das Gröbste wurde geschafft. Tatsächlich sieht es so aus, dass wir den Herbst in Ruhe und Besinnlichkeit erleben dürfen und nun gemeinsam Gruppentreffen und Seminare planen können. Diese werden dann auf unserer Seite Veranstaltungen bekannt gegeben, wobei wir vermutlich erst ab Frühjahr 2020 damit heraustreten werden.

 

 

Stand 12.7.2019

Das 2. Gästezimmer und das gemeinschaftliche Gästebad sind heute fertig geworden. Alles eingerichtet, hergerichtet, ausgestattet und bereit zum Einsatz. Bilder haben wir auf der gesonderten Seite "Gästezimmer" eingestellt, weshalb wir hier darauf verzichten wollen.

Die Rohre sind inzwischen ausgetauscht und die "Grabungen" im Flur wieder mit Sand aufgefüllt. Nun wird Estrich gegossen und dann werden die Fliesen verlegt. Wenn alles gut läuft, wird alles Ende nächster Woche fertig sein, sodass wir das Büro wieder einrichten können und der Gruppenraum wieder begehbar ist.

Der Segen der Rohrarbeiten ist schon zu spüren, denn der Muffgeruch aus dem Keller hat sich verzogen, die Wände trocknen und damit kann auch der Keller wieder genutzt werden. Das ist ein großer Grund zur Freude für uns!

 

Stand 8.7.2019

"Du kannst nur an der Zukunft bauen, wenn du die Gegenwart lebst!" (Nach Antoine de Saint-Exupéry)

Der Wochenstart ist gleich wieder sehr geräuschvoll und unruhig. Die Handwerker sind gerade im Haus und werden heute die alten Rohre herausnehmen und die neuen Rohre verlegen. Dann ist der Rest auch bald geschafft. Hoffen wir.

 

Stand 4.7.2019

"Das sind die drei seligen Tugenden, die in der wahren Liebe gründen: Geduld, Stärke, Beharrlichkeit." (Katharina von Siena)

Das sind genau die Themen, die auch jetzt wieder unsere volle Aufmerksamkeit einfordern. Der Flurboden musste heute aufgebrochen werden, da sich vor einiger Zeit ein Rohrschaden bemerkbar gemacht hat. Wie es aussieht, wird das eine größere Geschichte, und die beiden Löcher gestern (siehe Foto 1) waren nur eine "Probebohrung". Das Büro musste fast komplett ausgeräumt werden und in den Gemeinschaftsraum kommt man gar nicht mehr.

Wir wussten, dass das noch ansteht, aber wir kannten nicht die wahre Größe des Problems, bis heute. Nun denn, wenn wir uns an den Spruch von Katharina von Siena halten, und dazu noch viel Gottvertrauen nehmen, werden wir auch das schaffen. Selbst wenn der ganze Flur auch noch aufgebohrt werden muss....

 

Stand 1.7.2019

Wir sind mit dem Fertigstellen des zweiten Gästezimmers gut vorangekommen. Eine Probeschläferin hatten wir bereits für ein Wochenende, wodurch wir wertvolle Rückmeldungen erhielten darüber, was fehlt oder anders gehandhabt werden sollte. Sehr hilfreich, zumal wir die fehlenden Dinge wie Papierkorb und Spiegel schnell hinzufügen konnten. Alles andere wurde als "sehr gut" bewertet! Wie schön!

Wir haben trotzdem noch eine Menge eingekauft:

Von blütenweißen Handtüchern, neuer Hotelbettwäsche, Matratzenauflagen, Kissen- und Bettdeckenschonern (anti-allergen, Milbenschutz) bis hin zu nagelneuer Matratze ist alles dabei. Es macht Freude, das Gästezimmer herzurichten und sich dabei richtig Mühe zu geben.

Allerdings haben wir gestern gemeinsam beschlossen, dass wir das Gästezimmer nur von Besucherinnen bewohnen lassen wollen, die einen Bezug zu uns als Beginen und unserer Spiritualität haben, fremde Gastbeginen gehören auch dazu, ebenso diejenigen, die Sitzungen buchen, an Seminaren teilnehmen oder ein Angebot der Praxis Heilräume (Anwendungen nach Hildegard von Bingen) gebucht haben.

Wir sind froh, wenn jetzt endlich Ruhe einkehren kann im Haus, denn die seit Dezember 2018 laufenden Umbauarbeiten, Restaurierungen, Renovierungen und Gestaltungsarbeiten haben viel Unruhe mit sich gebracht. Es war teilweise sehr schwierig, so sehr an der Oberfläche des Lebens leben zu müssen, denn das fühlte sich auf Dauer gar nicht gut an. Nun darf hoffentlich ein spirituell-meditativer Lebensstil entfaltet werden, so, wie wir es aus dem alten Phoenix-Haus in Wedel kennen.

Hier ein paar Bilder, die den momentanen Stand der Dinge aufzeigen:

 

Stand 13.6.2019

Nun ist der Türsturz auch endlich gemalt! Wir freuen uns sehr, denn der rote Backsteinfries über der Eingangstür, der durch den Einbau der neuen Tür entstand, war ein ziemlich auffälliger Mangel. Der ist nun Geschichte, was große Erleichterung für uns mit sich brachte.  Inzwischen haben wir einen kleinen Flyerkasten unter dem Schild angebracht, und die rechte Seite wird jetzt geschmückt mit dem Nordhastedtwappen, auf dem die mutige Kämpferin Maria Jessen zu sehen ist. Im 16. Jahrhundert wurde durch ihren entschlossenen Einsatz der Sieg gegen die marodierenden Räuber ermöglicht, die Nordhastedt überfallen hatten. Noch heute wird alle 3 Jahre dieser besondere Tag (Frunsbeer - Frauentag) gefeiert, so auch wieder in diesem Jahr. Da wir tapfere Kämpferinnen sehr zu schätzen wissen, haben wir uns für dieses schöne gußeiserne Wappen entschieden.

Das Gästezimmer wird auch zügig renoviert, sodass wir hoffentlich bald die ersten wirklich schönen Bilder einstellen können. Am kommenden Wochenende wollen wir mit vereinten Kräften und einigen Helfern wieder sehr viel schaffen.

 

Stand 5.6.2019

Unser Zentrum ist fertig! Der Flur ist inzwischen komplett erneuert und eingerichtet, sodass wir dort einen großen Haken machen können. Jetzt sind nur noch die Bibliothek / Aufenthaltsraum und das zweite Gästezimmer dran, dann haben wir alles fertig. Auch im Garten sieht inzwischen alles aufgeräumt und weitestgehend gepflegt aus, sodass wir dort in absehbarer Zeit mit einer Neugestaltung des Park-Gartens beginnen können.

 

Am 1. Juni

hatten wir unseren ersten offiziellen Besuch: Heidemarie Meidlein aus Hamburg, Trägermitglied von Phoenix-Netzwerk und PhoenixBegine. Sie verschaffte sich einen Überblick über den Stand der Dinge und war sehr erfreut, dass wir schon so weit vorangekommen waren! Auf dem Sofa sitzt Heidemarie Meidlein, auf dem Korbsessel Martina Struckhoff, unsere Hausdame. Aufgenommen im neuen Gruppenraum, mit Blick auf den Vorraum, welcher gleichzeitig das Phoenix-Büro ist.

 

Stand 7.5.2019

Es geht voran!

Nun ist auch das Verbindungsdach zwischen Haupthaus und Seitenflügel soweit fertig, dass jetzt nur noch der Maler durch muss. Neue Elektrik wurde verlegt, sodass wir jetzt energiebewusste LEDs auf dem Flur haben. Ein Lichtermeer, das im Verbrauch insgesamt einer 60 Watt Glühbirne entspricht. Sieht toll aus!

Nun laufen die Planungen für den Ausbau des letzten Gästezimmers, welches nicht nur Übernachtung, sondern auch diverse Angebote (Fußreflexzonenmassage, Blütenberatung, Seelsorge), und Anwendungen und Ernährung nach Hildegard von Bingen bereithält. Sowie wir die ersten Konzepte fertig haben, werden wir sie umgehend bekannt geben.

Da aber erst noch umfangreiche Renovierungen des gesamten Gästebereichs vonnöten sind, wird das Angebot wohl erst ab August zur Verfügung stehen. Wir arbeiten daran!

 

 

Stand 27.4.2019

Ein paar lustige Begebenheiten bei uns:

Gestern fragte man uns, ob wir ein "Frauenhaus" sein würden, denn das erzähle man sich in Nordhastedt. Na ja, die Antwort war zumindest zum Teil richtig, auch wenn sich klassische Frauenhäuser vor allem um weibliche Opfer männlicher Gewalt kümmern. Das ist bei uns definitiv nicht der Fall als spirituelle Frauengemeinschaft.

Der nächste Punkt war, dass man im Dorf die Feststellung machte, dass unsere Podologin und Heilerin Martina wohl in Zukunft keine Männer mehr als Patienten nehmen würde. Auch das stimmt natürlich nicht. Wer Hilfe, Beratung und Heilung sucht bei uns, wird nicht nach Geschlechtern sortiert.

Der Schwerpunkt bei uns liegt vor allem in der weiblichen und freien auf Gott bezogenen Spiritualität. Das bedeutet: Wir leben ohne Männer und sind frei für Gott und die innige Freundschaft mit ihm. Dieses zum Ausdruck zu bringen ist unser Mittelpunkt.

Doch was sich drumherum ergibt, lässt auch Männer zu.

Wir haben uns nun überlegt, einen Infoflyer herzustellen, den wir in einem Aushangkästchen zur Mitnahme anbieten. Vermutlich wird das helfen, Spekulationen und falsche Annahmen auszuhebeln.

 

 

Stand 23.4.2019

Als Anfang Dezember 2018 die Entscheidung gefallen war, einen Beginenhof in Nordhastedt zu eröffnen und das Phoenix-Beginenhaus in Wedel zu schließen, wurde eine intensive Arbeitsphase eingeleitet, die bis heute andauert. Im neuen Beginenhof mussten Dächer teilweise ganz neu aufgebaut und gedeckt werden, Elektrik musste geprüft und zum Teil erneuert werden, die Innenarbeiten wie Malerarbeiten, Fensteraustausch und Renovierung, Gestaltung und Einrichtung liefen parallel dazu, und der große Garten fordert auch viel Zeit ein. Der Umzug von Wedel nach Nordhastedt, die Übergabe des Phoenix-Hauses an die Vermieterin und das Einrichten im neuen Beginenhof füllten die restliche Zeit auf, sodass wir kaum zu Atem kamen. Manchmal kam das Gefühl auf, dass es zuviel werden könnte, doch dann lief alles einfach weiter und weiter und zog uns mit.

Hier ein paar Bilder der Außenarbeiten.... (Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.)

 

Wenn die Umbau- und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen werden, geht die Konzeptarbeit los. Momentan haben wir einfach keine Kapazitäten frei, um die inhaltliche Gestaltung im Umgang mit der Öffentlichkeit zu planen.

Den Ostersonntag nutzten wir dazu, um feierlich unser neues Schild an die Hauswand zu bringen, direkt neben der neuen Eingangstür. Schon vorher stand es im Bürofenster, welches zur Straße geht, und zog einige Aufmerksamkeit auf sich. Das war zunächst etwas ungewohnt, da zumindest Manuela Schindler die letzten Jahre in Wedel im Phoenix-Beginenhaus sehr zurückhaltend und in Stille gelebt und gearbeitet hatte.